CSU-Politiker für Rücktritt von Duisburgs OB

CSU-Politiker für Rücktritt von Duisburgs OB


Berlin (dpa) - Die CSU im Bundestag dringt nach der Katastrophe bei der Loveparade auf einen Rücktritt des Duisburger CDU- Oberbürgermeisters Adolf Sauerland. "Auch wenn der Duisburger Oberbürgermeister Sauerland keine Genehmigung persönlich unterschrieben hat, trägt er dennoch die politische Verantwortung für das, was seine Stadtverwaltung tut oder unterlässt", sagte der Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe, Stefan Müller, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. "Wenn nun Stimmen laut werden, dass Sauerland wegen eines möglichen Verlusts seiner Pensionsansprüche im Amt bleiben will, muss er diesen Vorwurf unverzüglich - am besten durch einen Rücktritt - widerlegen."

Der CSU-Politiker forderte einen "Veranstaltungs-TÜV" für große Ereignisse. "Die jetzt bekanntgewordenen Fehler und Ungenauigkeiten im Vorfeld der Loveparade zeigen, dass sowohl Veranstalter als auch Stadt interessengeleitet waren und ein offensichtlich mangelhaftes Sicherheitskonzept realisiert haben", sagte Müller. "Zukünftig muss es für jedes Großereignis einen Veranstaltungs-TÜV geben, der die Vorbereitungen als unabhängige Überwachungsinstanz kontrolliert und vetoberechtigt ist." Der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses, Wolfgang Bosbach, hatte Sauerland zuvor den Rücktritt nahegelegt. Die CDU-Bundesgeschäftsstelle wollte sich zu dazu nicht äußern.
<< zurück zur Übersicht

Home | Impressum